Ausstellungsplakat mit eulenähnlichem Tonwesen

11.11.–19.12.2021
Anna Dorothea Klug
Aus dem dunklen Wald

Einzelausstellung der Kunstpreisträgerin der Stadt Kempten (Allgäu) 2020

Eine künstlerische Entdeckungsreise in die Welt der Sagen, geheimnisvollen Wesen und des Waldes

 


Kunsthalle Kempten
Memminger Str. 5
Do, Fr 14–18 Uhr
Sa, So 12–18 Uhr

Eintritt frei!


Über die Ausstellung

Die Künstlerin präsentiert eine große Installation aus mehreren keramischen Plastiken, die innerhalb einer gemalten und gezeichneten Szenerie stehen. Die keramischen Plastiken sind inspiriert vom Volksgut der Wilden Männle sowie den alemannischen Sagen. Das Wesen der Wilden Männle, halbmenschlichen Waldbewohnern, ist der Ausgangspunkt für die neuen Arbeiten der Künstlerin, die zum ersten Mal in der Kunsthalle Kempten zu sehen sein werden. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit der äußeren Gestalt dieser ungezügelten, kraftvollen, naturverbundenen sowie einsamen Geschöpfe.

Der Künstlerin geht es darum, eigene konkrete Allegorien für ein wahrgenommenes Gefühl zu finden. Dabei ist der Aspekt der Verhüllung und Verkleidung ein zentrales Motiv in ihrem Oeuvre – besonders der einfache, oft provisorische und laienhafte Umgang mit dem Material lässt eine eigene Ästhetik der Figuren entstehen und fasziniert.

Tonfigur mit gelbem Pulli, dahinter zwei figürliche Tuschezeichnungen an WandBis zum Hals im gelben Pulli, 2018, Foto: Jakob Adolphi

Der Umraum soll bei den Betrachter*innen die Assoziation eines dunklen Waldes wecken. Für die keramischen Figuren wird so ein Ort der Erzählung geschaffen. Thematisiert wird die Ambivalenz des Waldes, der einerseits als ruhiger Ort des Rückzugs und Schutzes, andererseits als bedrohliches unheimliches Dunkel wahrgenommen werden kann.

Das Gefühl, den Kräften der Natur schutzlos ausgeliefert zu sein, wurde schon in den alten Sagen des Alpenraums in anthropomorphe Gestalten personifiziert. Insbesondere im Allgäu ist dem Menschen die Natur allgegenwärtig. Durch die Einschränkungen der Pandemie wurde diese Nähe noch deutlicher und das Bedürfnis nach einer künstlerischen Auseinandersetzung verstärkt.



Begleitprogramm

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